Ausbilden statt importieren
 

Die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative durch das Volk schlägt in den Schweizer Medien und im Ausland weiterhin hohe Wellen. Noch sind die Massnahmen des Bundesrats zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-initiative nicht bekannt. Ebenso liegen die Auswirkungen auf die Transport- und Speditionswirtschaft noch im Dunkeln. Doch diese Branche mit ihren vielen global tätigen Unternehmen zeichnet sich durch einen hohen Ausländeranteil bei den Mitarbeitenden aus, bei den Chauffeuren, Lagerarbeitern, Sachbearbeitern und ebenso in allen Managementstufen.

Kampf um Kontingente

Öffentlich diskutiert werden Kontingente, einjährige statt fünfjährige Aufenthaltsbewilligungen für EU-Bürger, Zulassungsbeschränkungen ausserhalb der Erwerbstätigkeit, höhere Hürden für den Familiennachzug von Personen aus Drittstaaten oder mit Kurzaufenthaltsbewilligung und vieles mehr. Im Kampf um Kontingente wird die Logistikbranche gegenüber der Pharma-, Finanzindustrie, Gastronomie, Gesundheit und Pflege oder Landwirtschaft keinen leichten Stand haben. Ihre Bedeutung für die Gesamtwirtschaft wird von vielen Politikern weiterhin unterschätzt.

Was bleibt

Die Transport- und Speditionsbranche ist durch eine hohe Dynamik geprägt. Immer komplexer werdende Kundenanforderungen und neue Technologien stellen die Unternehmen und die Mitarbeitenden vor neue Herausforde-rungen. Gut ausgebildetes, motiviertes und effektives Personal ist eine entscheidende Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen. Diese werden sich daher in der neuen politischen Situation auf Altbewährtes konzentrieren müssen: mehr Lehrlinge ausbilden, die Berufsbildung verbessern, die Ausbildungsqualität steigern, die eigenen Mitarbeitenden fördern und weiterbilden, ihnen bessere Perspektiven für den Berufsaufstieg geben, Frauen besser ins Unternehmen einbinden, nicht jeden Mitarbeiter über 50 durch einen billigeren Mitzwanziger ersetzen und die ausländische Hochschulbildung nicht immer dem dualen System vorziehen. Im „War for Talents“ haben Firmen mit einem guten Image, einer starken Marke und einer aktiven Personalentwicklung eindeutig die besseren Karten. Sie erhalten die qualitativ besseren Bewerbungen und ihre Mitarbeiter bleiben dem Unternehmen länger treu.

Karriere by
Job-Hopping

Zahlreiche Stellenwechsel während einer Karriere sind heute die Norm, eine Tatsache. Bei diesem Bäumchen-wechsel-dich-Spiel erschien es bisher zahlreichen Unternehmen einfacher, fixfertige, erfahrene Fachkräfte und Kader aus dem Ausland zu importieren, als den eigenen Nachwuchs zu fördern und ihm neue Perspektiven zu bieten. Hand aufs Herz, wann haben Sie sich als Unternehmer oder Manager zuletzt Gedanken darüber gemacht, wie Sie ihren Nachwuchskräften einen Karriereweg im eigenen Unternehmen aufzeigen können? Angesichts der veränderten politischen Lage werden sich HR-Verantwortliche nun umstellen müssen.

Generation Y

Sie treffen dabei auf eine Generation von „Dreissigern“(Jahrgänge 1980 – 95), die sehr selbstbewusst, nach interessanten Herausforderungen strebt und Spass an der Arbeit haben will, aber deutliche Ansprüche in Bezug auf eine ausgewogene Work-Life-Balance formuliert. Unternehmungen müssen diesen Mitarbeitenden etwas bieten. Kombiniert mit einer verminderten Bereitschaft zu Überstunden und Reisetätigkeit ist dies aber schwierig immer mit dem Speditionsalltag in Einklang zu bringen. Trotzdem müssen Lösungen gefunden werden. Ein HR-Manager sollte auch in dieser Situation nicht die Maxime aufgeben, jede Stelle stets mit dem besten Kandidaten (intern oder extern) zu besetzen.

Mein Angebot

Ich berate Sie gerne, wie Sie sich auf die neue politische Situation einstellen und die Personalausbildung und -entwicklung in Ihrem Unternehmen zur eigenen Effizienzsteigerung und zum Nutze ihre Kunden stärken können. Ich helfe Ihnen ausserdem, sich besser mit der Generation Y zu arrangieren und unterstütze Sie bei der Suche nach passgenauen Fach- und Führungskräften. Rufen Sie mich an!

AOC Andreas Obermeyer Consulting
Beratung mit dem richtigen Ton
Steinengraben 42, CH-4051 Basel
Telefon +41 61 201 3552
andreas.obermeyer@aoconsulting.net

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